Mittwoch, 29.01.2014

Ein MONAT "Land der Götter, Mythen und Legenden"

Namaste Satis !!!Cool

Nun ist es amtlich, ich bin heute genau einen Monat hier, verrückt wie die Zeit verfliegt. Noch bin ich nicht gelangweilt, ich habe viel Arbeit zu tun und wenn ich mal nicht arbeite genieße ich die Zeit für mich und mache kleinere Erkundungstouren in der Umgebung. Auch mein Zimmerchen habe ich mir nun wohnlich eingerichtet, sodass ich nach der Arbeit auch gerne "nach Hause" (; komme. 

Mein Zimmer (unaufgeräumt) Mein tägliches Frühstück und Abendbrot (Nationalgericht Dal Bhat)

Mittlerweile ist auch der Frühling eingezogen, am Tag sind angenehme 20 Grad und es wird von Tag zu Tag wärmer, sodass ich langsam meine "Flip Flops" und kurzen T-shirts rausholen kann. Nach dem Kälteeinbruch in Deutschland bin ich also nicht traurig, dass der Winter hier für mich langsam dem Ende zu geht. So haben Chrsitine, Arndt (die zwei deutschen Entwicklungshelfer in der NGO, wo ich arbeite) und ich letztes Wochenende auch eine schöne kleine Frühlingswanderung gemacht. Wir sind zu einem der "Wahrzeichen" Pokharas, der "World Peace Pagoda" gelaufen. Von da hat man einen supertollen, atemberaubenden Blick auf Pokhara und bei klarer Sicht vor allem auf den Himalaya! Wir hatten das Glück, die Berge in ihrer vollen Pracht zu sehen. Es ist immer wieder überwältigend so nah an den höchsten Bergen der Welt zu sein. Selbst Arndt und Christine, die mittlerweile schon seit 3 Jahren hier leben, kommen wie sie selbst sagen, nie aus dem Staunen und der "Faszination" Himalaya heraus.

Einer der Annapurnas (: Frühlingsgefühle am Abend ...

Wir sind dann von der "Pagoda" aus noch eine ganze Weile auf dem "Bergkamm" weitergelaufen, immer parallel zu der wunderbaren Aussicht. Leider haben wir uns dann irgendwo im "Dschungel" verirrt, sodass wir unser Tagesziel, den kleinen Ort "Pame" leider aus Zeitgründen und dem schon einsetzenden Sonnenuntergang, nicht mehr erreichen konnten. Dennoch war es ein wunderschöner Tag, der wieder mal mit Essen endete...Popcorn, Veggie Pacodas, Pommes, Suppe und dem hier als "Pflichtessen" benannten "Machapuchre Kiss" (Kuchen mit Eis) ... ja .... wir waren sehr hungrig vom wandern (:

 

-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Hier mal eine kurze Beschreibung von Pokhara, der Stadt in der ich derzeit wohne:

Pokhara liegt 198 km westlich von Kathmandu (der Hauptstadt Nepals) und ist mit seinen ca. 180 000 Einwohner, das zweitwichtigste Touristenziel Nepals. Da Pokhara niedriger liegt ist das Klima hier um einiges wärmer als in Kathmandu. Die kühlsten Temperaturen im Dezember und Januar liegen um 7°C, wobei es im April bis Juni sehr heiß werden kann, mit Temperaturen bis zu 34°C.

Pokhara befindet sich in 827 Meter Höhe in einem atemberaubenden schönen und fruchtbaren Tal. Die nahen Gipfel des Himalayas (teilweise über 8000m hoch) und der See (Fewa Lake) machen die Hauptattraktion des Pokhara-Tales aus. 

Pokhara mit nochmal ....und nochmal, weils so schön ist.

Neben Goa war Pokhara eines der zweit grössten Hippie Ziele seiner Zeit. Im Gegensatz zu Kathmandu hat Pokhara jede menge Landschaftliche Höhenpunkte zu bieten, es gibt viele idyllische Ecken zu entdecken die man am besten mit dem Fahrrad bewältigt, da sich der Ort von Nord bis Süd über eine Länge von 11 km erstreckt.

Pokhara war früher ein wichtiger Handelsort zwischen Indien und Tibet. Der Handel der Tibeter kam jedoch nach der Entmachtung Tibets durch die Chinesen zum erliegen. Die Schönheit der Natur und den zum Greifen nahe Berg Machapuchare (Fishtail) machen Pokhara zu einer unvergesslichen Reise.

http://www.nepal-travelguide.de/pokhara-allgemein.html

-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Ansonsten habe ich wie bereits kurz erwähnt nun meine Arbeit aufgenommen. Der Frauenworkshop, welcher von Christine und zwei einheimischen Sozialarbeiterinnen geleitet wird, ist angelaufen. Die Frauen, welche daran teilnehmen, habe ich schon jetzt nach 3 von 12 Workshopsitzungen in mein Herz geschlossen. Sie sind alle sehr offen, erzählen überraschenderweise alle sehr schnell von ihren teilweise sehr traumatischen bzw. tragischen Lebensgeschichten.

Die meisten von ihnen gehören der Kaste der "Dalit" an, was heißt, dass sie in der hinduistischen Kasteneinteilung, die leider auch in Nepal stark präsent ist (da der Hinduismus die "Hauptreligion" Nepals ist, und eine Einteilung der Menschen in Kasten vornimmt), ganz "unten" im Kastensystem stehen und dadurch im Alltag oftmals alle möglichen Formen von Diskrminierungen erleben. J

Jedenfalls ist es das Hauptanliegen dieses Workshops, in Austausch mit Frauen unterschiedlicher Kasten zu kommen, die alle schwierige Lebenssituationen zu bewältigen haben. Ihnen soll mit Hilfe der einheimischen Sozialarbeiterinnen, Wege gezeigt werden, wie sie ihre Fähigkeiten und Interessen ein Stück weit umsetzen können, bzw. sollen jene durch diverse Diskussionen, Rollenspiele erstmal entdeckt und weiterentwickelt werden.

Viele der Frauen (nicht nur die der Dalit-Kaste) erleben Erniedrigungen im Alltag als auch privatem Umfeld, da sie "Frauen sind", viele haben oftmals nicht den Mut sich bspw. bei Gewalteinwirkungen ihrer Männer, von diesen zu trennen, da sie dann niemanden mehr hätten, der Geld nach Hause bringt, da sie selbst ja oft nicht arbeiten gehen und wenn dann nur ein sehr schlechtes Gehalt in den sogenannten "Frauenberufen" erhalten (was nicht ausreicht, um die Familie zu versorgen).

Vor allem aber würden sie "Spott" von ihrem Wohnumfeld erleiden müssen, da eine "gute Frau" ihren Ehemann niemals verlässt. Auch hier sollen im Workshop mit der Unterstützung anderer Einrichtungen und Organisationen etc. Wege gefunden werden, jener Geschlechterdiskrminierung ein Stück weit zu entkommen, ihnen bspw. "Skilltrainings" vorzuschlagen (Besuch jener Einrichtungen),wo sie eventuell nochmal einen Beruf erlernen können und sich damit auch unabhängiger vom Mann machen könnten. 

Das ist nur eine kurze Version, von dem was wir in dem Workshop machen. Die Probleme bzw. Lebenssituationen der Frauen sind schon allein durch das Kastensystem hier so komplex und aufwendig zu bearbeiten, dass man es in einem Blog wie diesem, nicht annähernd zum Ausdruck bringen könnte. Natürlich gibt es einige Parallelen zu benachteiligten Frauen in Deutschland, dennoch wirkt sich das hier existierende, komplexe und "für unsereins" kaum zu verstehende "Kastensystem" stark auf die Lebenssituation aller Menschen hier aus, und vor allem für die Angehörigen der "niedrigen" Kasten oft negativ. Frauen können neben Diskrminierungen aufgrund ihrer Kaste (zb. Dalit), auch noch durch die Geschlechterdiskrminierung marginalisiert sein. Ein Frauenworkshop wie dieser, wäre ohne die Hilfe einhemischer Sozialarbeiterinnen, welche die Situation der Frauen am besten verstehen nicht möglich, schon alleine da wir durch die Sprachbarriere immer wieder an Grenzen stoßen. 

Wir spielen ein Spiel (:

Für mich ist es einfach unglaublich faszinierend und berührend wie offen die Frauen sind, wie keine von ihnen jammert, wie sie mit einfachen kleinen Dingen (Spielen, Tanzen, Singen etc.) zu begeistern sind, weil sie es oftmals das erste Mal machen bzw. es super selten machen, und sich einfach mal für eine kurzen Moment von ihrem "Kummer" beifreien können. Es ist einfach schöööön....ein Teil dieser Gruppe zu sein und ich weiß jetzt schon, dass es wieder ein trauriger Abschied für mich wird, aber noch liegen 9 hoffentlich wunderbare Workshoptage vor mir/uns, und am Ende hoffe ich einfach nur, dass die Frauen ihr Selbstbewusstsein ein wenig gestärkt haben und vor allem Spaß hatten (: !

Ansonsten gibt es erstmal nichts Neues, außer das die Tochter meiner "Guesthouse-Gastmama" ihren Geburtstag gefeiert hat und eine riesige Torte hatte...selbst ich hatte an meinem Geburtstag noch nicht so eine große T O R T E !!!Yammi....das war ein Fest (: !!!

Geburtstagstorte.... noch mehr Tortenkinder (;

 

Ich gehe jetzt in die Sonne (: ! Seid liebst gegrüßt vom "Dach der Welt"

Bis Bald....Carolin

Dienstag, 21.01.2014

LEBENSZEICHEN VOM "DACH DER WELT"

Hallo ihr Interessierten (: ,

ich habe mich dazu entschlossen auch mal einen "Blog" anzulegen, weil ich das noch nie gemacht habe und es einige Freunde gab, die mich fragten, ob ich denn sowas hätte...So und jetzt habe ich es und werde versuchen hier meine Erlebnisse etc. so gut wie möglich festzuhalten. 

Ich bin nun fast seit einem Monat WIEDER hier und es ist gerade Winter, was heißt, dass es am Tag bis zu 20 Grad sein kann, und in der Nacht eiskalt (zwischen 4-7 Grad): Diesmal bin ich für 5 Monate hier und damit die längste Zeit meiner bisherigen Nepal-Aufenthalte. Eigentlich fühlt es sich so an als ob ich nie weg gewesen wäre. Mittlerweile hat sich eine Vertrautheit der Dinge eingestellt, was heißen soll, dass ich es z.B. nicht mehr komisch finde, wenn die Kühe und/oder Hunde auf den Straßen liegen oder zwischen den Autos laufen; von Straßenständen zu essen (was man ja auf "gar keinen Fall" (; machen sollte, wegen der Hygiene hahaha); dass es hier manchmal für den halben Tag keinen Strom gibt oder wenn sich der Müll in den Flüßen staut etc. ! Da könnte man noch etliche Sachen mehr aufzählen (: ! 

  Ohne Strom ... keine Seltenheit.   Straßenstand... typische, nepalesische Bauweise...

Naja jedenfalls fragen sich ja viele was ich denn nun eigentlich hier die ganze Zeit mache. Die ersten zwei Monate oder anderthalb Monate werde ich in einer NGO mit dem Namen "Children Nepal" arbeiten und vor allem einer Sozailarbeiterin aus Deutschland, welche ich schon von meinem letzten Nepalaufenthalt kenne (und zufällig auch aus Dresden stammt) über die Schultern schauen, da sie in der NGO einen Frauenworkshop gestaltet und zusätzlich noch eine Forschungsarbeit über den "Status der Frauen in Nepal" und ihrer Erfahrungen des Frauenworkshops schreibt. Einen Teil ihrer Forschungsarbeit habe ich bei meinem letzten Besuch im März bis Mai 2013 selbst geschrieben und auch für meine Bachelorarbeit verwendet. 

Aber hauptsächlich bin ich dieses Jahr nochmal hier um weitere wunderbare Ecken Nepals zu entdecken, die ich beim letzten Mal nicht geschafft habe zu erkunden. Es gibt Dinge die ich mir dringend vorgenommen habe, wie bspw. den "Annapurna Circuit" zu gehen, also die Umrundung der Annapurna Berge, die bis über 8000m hoch sind (14-tägiger Trek). Außerdem bekomme ich gannnnzzzz viel Besuch von alten Bekannten (; und meinen Eltern. . . Und ich bin immer wieder aufs neue gespannt, was mich hier als nächstes erwartet. Nepal ist ein Land der Abenteuer und man kann die Dinge nie so genau planen, denn vieles kommt am Ende immer anders als man es plant und das ist für mich persönlich das Reizvolle hier... .

Die Zeit die ich jetzt bereits hier bin, war schon so aufregend und voller Abenteuer, dass es mir schon wieder wie eine halbe Ewigkeit vorkommt, die ich hier bin. Angefangen hat der ganze Spaß zu Silvester, als wir in Pokhara (der Stadt in der ich wohne) eine wilde Silvestersause mit Lisa, Laura und Max (Freunde aus Dresden und Stuttgart) gefeiert haben, natürlich gab es noch ganz viele andere nette Leute um uns und herum (: ! Mit Lisa hatte ich einen wunderbaren, kleinen Neujahrstrek zu den heißen Quellen in "Jihnu", bei bester Bergsicht.

 mit Lisa und LauraNeujahrstrek nach Bergeee...Die typischen TrekkingunterkünfteAnnapurna Berge wie nirgendwo anders....

Zwischendurch war ich dann bei meiner alten Gastfamilie in Kathmandu und habe da mit meinen lieben Mädels Lisa und Laura ein paar wunderbare Tage verbracht, viel geshoppt und ein paar kleinere Ausflüge gemacht z.B. zum "Affentempel"! Mit meinen Gasteltern aus Kathmandu habe ich dann das "Süßigkeitenfestival" gefeiert, dessen nepalesischen Namen ich vergessen habe. Jedenfalls haben wir da Süßigkeiten gemacht, aber vor allem gegessen.

Affentempel Muna und Kesheab, meine Gasteltern aus Kathmandu

Nach der Woche hieß es dann wieder zurück und endlich richtig ankommen in Pokhara, Zimmer einrichten; verkraften, dass ich nun erstmal wieder alleine wohne usw.....! Hier war dann aber auch wieder genug zu tun... Es gab ein großes Picknick meiner NGO, wir haben getanzt, gesungen, gelacht uuuuuuund vor allem gaaaaaaaaaaaaaanz viel gegessen. Das ist mir scheinbar nicht besonders gut bekommen, da ich am Abend, ohhh Wunder, alles direkt wieder aus dem Mund gebracht habe. Dann lag ich einen Tag flach und habe ca. 14 Stunden geschlafen (: ! Ansonsten gab es bereits einige Vorbereitungen für den Workshop zu erledigen. Der fängt nun am Donnerstag an. Ich bin gespannt (: ! 

Die Noch mehr Das Essen was mir zum Verhängnis wurde... Der ausklingende Abend

Heute war ich mit Christine und Arndt, den beiden Deutschen, welche in "Children Nepal" als Entwicklungshelfer arbeiten, auf einer kleinen Wanderung....Wir haben den "Drogen-verkaufenden Ram " getroffen, der uns stolz sein kleines Domizil auf dem Berg gezeigt hat, wir haben das Anwesen eines russischen Millionärs bestaunt (was zu paradox ist, wenn man den Rest Nepals dazu sieht) und seinen Hund "Jurij" getroffen und bei netten Nepalesen Popcorn und irgendsoeine saure Frucht gegessen und Tee getrunken. 

zukünftiges Anwesen des russischen Millionärs, fern von jeglicher Realität des PokharaAbendstimmung über Pokhara zu Gast bei nepalesischen Freunden

Jetzt bin ich müde und gehe schlafen (: ! So, dass war man eine KURZ-KURZ-KURZ Fassung von den Dingen die ich in dem Monat Nepal schon erlebt habe. Das war längst nicht alles, aber vielleicht bekommt ihr wenigstens einen kleinen Eindruck von meinem Erlebten. 

Shuva Ratri (Gute Nacht !) !!!! (: 

Eure Carolin 

Dienstag, 21.01.2014

Bald geht es los

Dies ist der erste Eintrag in meinem neuen Blog. In Zukunft werde ich hier über meine Erlebnisse im Ausland berichten.